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Kultur

Schweinsteiger über die ARD-Moderatorin: Ein Moment der Erleichterung

Bastian Schweinsteiger äußert sich zur Auszeit der ARD-Moderatorin. Ein persönlicher Moment, der öffnet sich zu größeren Fragen über Medien und Öffentlichkeit.

vonSabine Hoffmann30. Juni 20262 Min Lesezeit

Es war ein ganz gewöhnlicher Sonntag, als ich im Wohnzimmer saß und das Sportprogramm im Fernsehen lief. Bastian Schweinsteiger, der ehemalige Fußballstar, gab in einem Interview mit einem Lächeln zu Protokoll, dass er froh sei über die Auszeit der ARD-Moderatorin, die oft vor der Kamera präsent war. Ich nahm einen Schluck von meinem Kaffee und dachte über diese Aussage nach. Wie oft haben wir uns nicht selber schon gefragt, warum bestimmte Dinge uns so sehr betreffen, obwohl sie uns gar nichts angehen?

Schweinsteigers Worte haben mich zum Schmunzeln gebracht, aber sie haben auch eine tiefere Diskussion angestoßen. In einer Welt, in der wir ständig über das Leben anderer Menschen informiert werden, wo die Medienschnelllebigkeit oft das persönliche Empfinden überlagert, ist es manchmal befreiend, sich zurückzulehnen und zu denken: „Das betrifft mich nicht.“ Doch gleichzeitig merken wir, wie stark die Meinungen und das Verhalten von öffentlichen Persönlichkeiten auf das eigene Leben einwirken können.

Ich erinnere mich an Zeiten, in denen ich mich über die neuesten Klatschgeschichten aufgeregt habe. Irgendwie hat man das Gefühl, man müsste eine Meinung dazu haben. Aber wie viel davon ist wirklich wichtig für uns? Insbesondere bei Menschen, die wir nicht persönlich kennen und deren Entscheidungen uns nicht direkt betreffen. Wie oft verbrauchen wir diese Gedanken und Emotionen für etwas, das uns letztlich gar nichts angeht? Das wir nicht einmal beeinflussen können?

Vielleicht hat Schweinsteiger in diesem kurzen Moment etwas Wichtiges angestoßen. Er zeigt uns auf, dass es in Ordnung ist, nicht alles mitzumachen, dass es in Ordnung ist, sich abzugrenzen. Man muss nicht immer ein Teil des Gesprächs sein. Es ist ein bisschen wie beim Fußball – manchmal muss man den Ball einfach mal aus dem Spiel nehmen, um Luft zu holen.

Ich stelle mir vor, wie die Welt aussehen würde, wenn wir diese Haltung mehr in unser tägliches Leben integrieren könnten. Das ständige Streben nach Informationen, nach Meinungen, nach Themen, die alle betreffen, könnte etwas gemächlicher angegangen werden. Es könnte ein Moment der Ruhe entstehen, in dem wir uns darauf konzentrieren, was wirklich wichtig ist, was tatsächlich in unserem Leben eine Rolle spielt.

Das ist nicht nur für uns selbst befreiend, sondern könnte auch zu einer anderen Art des Miteinanders führen. Vielleicht sollten wir alle etwas von Schweinsteiger lernen und uns gelegentlich fragen: „Geht das mich wirklich etwas an?“ Und im Idealfall, wenn die Antwort ‚nein‘ ist, uns einfach zurücklehnen und genießen, was auch immer wir gerade tun, ohne uns in die Belange anderer einzumischen.

In einer Zeit, in der wir mit Informationen überflutet werden, ist diese Einstellung vielleicht genau das, was wir brauchen, um wieder mehr zu uns selbst zu finden und weniger im anderen zu verlieren. Wenn wir bereit sind, die Dinge loszulassen, die uns nichts angehen, könnte das zu mehr innerer Zufriedenheit führen. Denn wir leben schließlich unser eigenes Leben und nicht das der anderen, auch wenn es manchmal so aussieht.

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